![]() |
||||
|
|
||||
|
Buchrezension - Gestatten: Elite Chinesischkurs im Kindergarten? Englischkurs ab dem dritten Lebensmonat? Eliteschulen, Elitekindergärten, Eliteuniversitäten - was ist denn eigentlich die Elite in unserem Land? Immer häufiger taucht der Begriff auf und immer öfter profilieren sich Bildungseinrichtungen mit dem auserkoren anmutenden Wort. Aber sind denn die Kinder, die auf Eliteschulen und ähnlichem waren wirklich besser als die, die "nur" normale, staatliche Bildungseinrichtungen besucht haben? Ist das viele Geld, das man für die Bildung der Kinder ausgibt nicht vielleicht woanders besser angelegt? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigte sich Julia Friedrichs in ihrem neuen Buch "Gestatten: Elite". Herausgekommen ist eine sehr interessante Ansammlung von "elitären" Einrichtungen, die sich alle für außerordentlich besonders halten, bei genauerer Betrachtung zumeist jedoch nur auf den Kontostand der Eltern achten. Friedrichs sprach mit vielen Schülern derartiger Einrichtungen, die häufig schon während ihrer Ausbildung den Tagesplan eines Topmanagers haben. Hier interessiert man sich nicht dafür die Karriereleiter von unten zu erklimmen. Hier geht es darum gleich möglichst weit oben einzusteigen. Ein sehr interessantes Buch, das vielleicht einigen Lesern die Augen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben eines Jugendlichen öffnet. Das soll nicht heißen, dass private Bildungseinrichtungen von vornherein schlecht sind, aber oft ist das Vorgehen derartiger Institutionen absolut übertrieben und lässt ihren "Kunden" keine Möglichkeit das wahre Leben kennenzulernen. Titel: Gestatten: Elite Autor: Daniel Fürg
|
||||