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Modified: Dienstag, 27. Dezember 2005

Filmtest September - Brothers Grimm

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, Deutschland ächzt unter der Besatzung Frankreichs. Die Brüder Will und Jake Grimm (MATT DAMON und HEATH LEDGER) sind als Geisteraustreiber unterwegs und stets zur Stelle, wenn einsame Gemeinden von vermeintlichen Dämonen und Hexen heimgesucht werden. Zuverlässig befreien sie die Dorfbewohner von den unheimlichen Erscheinungen. Kein Wunder: Bei dem Spuk handelt es sich um faulen Zauber, von den findigen Brüdern selbst inszeniert, um sich Geld und Unterbringung zu ergaunern. Als die Besatzungsmächte den Grimms auf die Schliche kommen, wird ihnen nur eine Alternative zur Todesstrafe wegen Hochstapelei gegeben: In einem verwunschenen Wald sollen Will und Jake das Geheimnis von zehn spurlos verschwundenen Mädchen aufdecken – und stoßen dabei auf einen schrecklichen Fluch, der nur durch entschlossenes Handeln gebrochen werden kann. Dumm nur, dass die Brüder ausgemachte Hasenfüße sind und von Exorzismus in Wahrheit keinen blassen Schimmer haben...



Bewertung (von Fabian):

Wer bei diesem Film ein fröhliches Märchen erwartet, wird eines Besseren belehrt. „Die Brüder Grimm“ ist ein düsteres Fantasy–Abenteuer mit viel Humor und Mystery. Die Geschichte des Films wird in sehr schönen Bildern erzählt, vor allem der Wald und andere Landschaften wirken authentisch. Man merkt, dass der Regisseur Terry Gilliam früher für die Animationen bei Monty Python zuständig war. Die Special Effects sind nicht immer auf dem neuesten Stand, das zerstört die Atmosphäre an wenigen Stellen. Aber vor allem die vielen Anleihen an die Grimm’schen Märchen lassen eine dichte Atmosphäre entstehen und da stören auch die geringen technischen Fehler nicht. Auch Spannung kommt auf, der Film ist an manchen Stellen sogar ziemlich düster und bedrohlich. Leider wirkt die Story manchmal zu konstruiert und gegen Ende hin wird der Film zu hektisch und auch die Auflösung geht zu schnell. Matt Damon und Heath Ledger spielen sehr überzeugend und verleihen ihren Rollen die nötige Glaubhaftigkeit. Auch die meisten Gags belaufen sich auf das kongeniale Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller. Allgemein ist der Film ziemlich amüsant, aber trotz der Märchen-Thematik absolut nichts für Kinder, die hätten bei manchen Gestalten zu viel Angst. Anschauen, es lohnt sich.

Punkte (von Fabian):