Weil Coffeeshop-Wirt Tom Stall zwei brutale Räuber in Notwehr erschießt, wird er landesweit in den Medien gefeiert, was ihm aber gar nicht recht ist. Bald darauf taucht ein Fremder auf, der Tom von früher zu kennen glaubt und mit ihm abrechnen will. Gegen seinen Willen wehrt Tom sich seiner Haut. Was noch schlimmer ist: Er muss seiner Familie erklären, wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte.
Schon der Beginn des Films lässt vermuten, dass es hier nicht gerade zimperlich zugeht, als man Zeuge wird wie skrupellos aber auch mit welcher Gleichgültigkeit zwei Gangster ihr Handwerk erledigen. Und auch der Rest des Streifens ist, wie der Titel bereits andeutet, voller Gewalt und diese wird auch meistens schonungslos dargestellt, wenn etwa der Hauptdarsteller seinem Gegenüber mit der bloßen Hand die Nase zertrümmert. Sanfte Gemüter sollten sich also besser nach etwas anderem umschauen, obgleich der Film viel mehr als nur Brutalität zu bieten hat. Die fesselnde Story wird hervorragend und spannend erzählt und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Auch die Atmosphäre ist wahnsinnig dicht und je mehr die Kleinstadtidylle zerbröckelt, desto düsterer und bedrohlicher wirkt die Stadt. Vor allem die Schauspieler tragen zu dieser einzigartigen Stimmung bei, denn sie agieren wunderbar glaubhaft, besonders Viggo Mortensen und Ed Harris stechen heraus, da sie ihre Figuren perfekt verkörpern. Ab dem letzten Drittel des Films kommt auch noch ein bisschen makaberer Humor hinzu und rundet die ganze Sache ab. Das Ende ist offen wirkt aber keinesfalls unpassend sondern unterstreicht nur die Genialität des Films