Filmtest September - Adams Äpfel

Direkt zu: Inhalt - Kritik - Punkte

Inhalt:
Der bekennende Neonazi Adam findet sich nach der Entlassung aus dem Gefängnis in einer dänischen Kirchengemeinde wieder. Dort wird er mit den unterschiedlichsten Charakteren in Form des Alkoholikers und Sexualstraftäters Gunnar, dem Tankstellenräuber Khalid und dem höchst religiösen Pfarrer Ivan konfrontiert, der aus reiner Nächstenliebe versucht seine Schützlinge wieder auf den richtigen Pfad zu lenken. Adams Ziel soll es sein aus den im Garten wachsenden Äpfeln einen Kuchen zu backen, was sich jedoch auf Grund verschiedenster Plagen und letztendlich wegen eines Blitzschlags als kompliziert erweist. Mit der Zeit lernt Adam seine Bekanntschaften besser kennen und kommt speziell bei Ivan zu der Auffassung, dass seine Krankhafte Religiosität zur Verdrängung seiner Vergangenheit dient. Er setzt den Pfarrer auf sehr eigene Weise mit seiner neuen Erkenntnis gegenüber, um ihn wieder in die Realität zu holen. Doch er war sich den drastischen folgen nicht bewusst, denn nun bricht Ivans gesamtes Weltbild zusammen. Er akzeptiert nun, dass Gott ihn hasst und predigt nicht mehr, dass alles schlechte auf der Welt, wie der Selbstmord seiner Frau und die Behinderung seines Sohnes, nur Versuchungen des Satans seien. Nach diesem Tiefschlag verändert sich das gesamte Klima der Gemeinde, wonach jeder den für sich besten Weg in die Zukunft sucht.

Kritik:
„Adams Äpfel“ ist allgemein betrachtet eine Komödie, die jedoch das Publikum mit allen erdenklichen Gefühlen konfrontiert. Das breite Spektrum an Unterhaltung regt selbst den skeptischsten Zuschauer zum Nachdenken an und versetzt mitunter in eine komische, traurige aber auch sarkastische Handlung und ist deshalb so einzigartig. Der Film ist nicht einzuordnen und verdient besondere Beachtung bei der Umsetzung.

Punkte:

Autor: Veronika Herrmann